Ackerbericht August

5 Mitglieder kommen zum Zwiebelernte-Mitmachtag
Fertig!

Wir haben im August den ersten Satz Feldsalat gepflanzt. Und auch die anderen Herbstsalate, wie Endivie und Zuckerhut sind gepflanzt und wurden durch den Regen im August gut angegossen.

Chris beim Pflanzen
…und so sieht der Feldsalat mitlerweile aus. Fast erntereif!

Im Spätsommer kommt ein Zeitpunkt, zu dem unser Aussaatplan, nach langer Zeit mal wieder gefüllt ist. Und witzigerweise sieht er fast so aus wie im Frühjahr. Im Herbst wachsen die gleichen Gemüse, wie im Frühjahr nochmal gut im Garten. Auf unserem Aussaatplan stehen gerade zB Spinat, Radieschen und Mangold. Mangold wird schon jetzt für einen frühen Schnitt im nächsten Jahr ausgesät. Außerdem haben wir, dieses Jahr zum ersten Mal, einen runden schwarzen Rettich ausgesät, der sehr scharf schmeckt und lagerfähig ist. Er soll sich also in unserem Erdkeller gut halten bis zu den Winterausgaben ….wenn der Erdkeller dann wieder das gewohnte Klima bekommt. Zurzeit ist er noch sehr nass und matschig und das macht uns schon Sorge. Feuchtes Klima ist für die Gemüse, die wir dort einlagern wollen (Möhren, Rote Beete, Pastinaken, Sellerie, Kopfkohl) nicht unbedingt schlecht, aber zu feucht ist auch wieder nicht gut…

August ist ein Monat der Fülle. Der Mais wurde reif, die Kürbisse reifen so langsam nach und nach ab. Mittlerweile ist auch der Mehltau schon eingezogen in die Kürbispflanzen und wird im September nach und nach die Oberhand gewinnen, Wenn die Pflanzen dann abgestorben sind holen wir die Kürbisse für die Herbstausgaben vom Feld. Die Paprika hängen voll dicker großer Früchte und werden bei dem sonnigen Wetter gerade auch gelb und rot. Es werden allerdings nicht alle Früchte schaffen, sodass wir auch immer wieder grüne Paprika ausgeben.
Wir merken aber auch schon sehr deutlich, dass die Tage kürzer werden. Alles wächst langsamer. Das bringt Gemütlichkeit und etwas mehr Ruhe nach dem arbeitsreichen Sommer. Unkraut wächst nichtmehr so schnell und auch die Kulturpflanzen nicht. Das heißt, dass sie ein sogenanntes „längeres Erntefenster“ haben. Die Pflanzen werden nichtmehr so schnell überständig, schießen, werden zu groß oder holzig, weil sie einfach langsamer unterwegs sind und das macht das Planen der Ausgaben und insgesamt die Ernte einfacher.

Zuchiniernte
verliebte Möhren
Paprikaernte
Mehltau im Kürbis (im Herbst ganz normal)
Chris beim jäten des Endiviensalat und Rotkohl mit der Pendelhacke
Romanasalat und Grünkohl in Mischkultur
Brokkoli und Fenchel in Mischkultur

Und zum Schluss noch eine Bemerkung der letzten Woche: Nach und nach ernten die Bauern der Umgebung ihre Felder ab. Was bleibt ist nicht viel bis nichts… bei uns stehen immernoch viele Kulturen in voller Pracht auf dem Feld. Das lockt die Tiere der Umgebung an … oder treibt sie in ihrer Not zu uns. Letzte Woche hatten wir auf unserem Solawi Feld ein kleines Reh zu Besuch. Und auch die Wühlmäuse zeigen sich … wenn auch nur indirekt (siehe Foto vom Mangold).

Vermutlich fressen Wühlmäuse die Mangoldwurzeln.
Mein Terassentisch zuhause ist schon den ganzen August über mit Solawi-Blumen geschmückt 🙂

So, ich wünsche euch eine gute Restwoche! Kommt zum Solawi-Sommerfest am Samstag, den 18.9. von 14:30 bis 18 Uhr auf dem Feld! Und kommt auch gern zu den Mitmachaktionen aufs Feld! Jeden Donnerstag 15 bis 17 Uhr oder zu einer Wochenendaktion: im September Kürbisernte, im Oktober Möhrenernte! Weitere Infos dazu folgen per Mail und bestimmt auch hier auf der Webseite.

Liebe Grüße, Vera

Veröffentlicht in: Acker

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