Der Lagerkeller ist voll mit Gemüse, auf dem Acker stehen nur noch die Winterkulturen (Lauch, Grünkohl, Rosenkohl)  und die Saatgut- und Jungpflanzenbestellung für die nächste Saison ist raus –  Zeit für einen letzten Ackerbericht in diesem Jahr. 

Im September waren die letzten Saaten (Radieschen und Spinat) und Pflanzungen ( Feldsalat) dran.  Radieschen und Feldsalat  haben auch schöne Erträge gebracht. Der Spinat lief leider teilweise nur sehr lückig auf und hier wäre  bei einer guten Entwicklung deutlich mehr drin gewesen. Für nächstes Jahr haben wir zum Test mal eine andere Spinatsorte für die Herbstaussaat bestellt (Thorin statt Winterriesen/Verdil).

Bei den letzten Maisernten  sind wir im Bestand  immer wieder  einem  relativ neuen  Besucher auf dem Acker begegnet. Vermutlich handelt es sich um die Grüne Reiswanze.  Diese Saison hat sie keine Schäden angerichtet.  Sie hat dazu aber definitiv das Potenzial und ist nur schwer einzudämmen. Wir hoffen, sie wird uns in Zukunft nicht noch Probleme bereiten, auch wenn ihre verschiedenfarbigen  und getupften Erscheinungen durchaus etwas Schönes haben können.

Eines der Highlights im Herbst war wie immer die Kürbisernte.  Dieses Jahr gab es einen tollen Ertrag  und mit eurer Hilfe ging die Ernte trotzdem schnell. Insgesamt wurden 1900 Kürbisse geerntet. Romy hat zur Kürbisernte auch einen schönen Bericht geschrieben: https://www.solawi-friedberg-dorheim.de/impressionen-von-der-kuerbisernte-2025/ 

Besonders zeitintensiv ist im Herbst immer die Möhrenernte. Wie zeitintensiv sie wirklich  wird, ist dabei stark abhängig vom Wetter.  Zum einen muss es kühl genug sein, bevor wir mit der Lagerernte anfangen können, damit der Erdkeller eine  gute Lagertemperatur erreicht hat. Zum anderen gibt es idealerweise ein lang genuges Zeitfenster, wo die Bodenfeuchte nicht zu hoch ist.  So können die Möhren noch mit dem Trecker unterschnitten werden, was Arbeit spart.  Und auch die eigentliche Ernte und Sortierung der Möhren geht deutlich schneller, wenn nicht zu viel Erde an ihnen klebt. 

Die Frühmöhren und einen Teil der Lager Möhren konnten wir bei guten Bedingungen ernten  und  dank der gemeinsamen Ernte mit  einigen von euch auch zügig. Allerdings wurde es danach noch mal grenzwertig warm.  Wir hoffen, die Lagerfähigkeit hat darunter nicht gelitten und haben  vorsichtshalber früh mit der Möhrenausgabe begonnen.  Der zweite Teil der  Lagerernte war deutlich zeitaufwendiger,  weil es in der Zwischenzeit schon wesentlich feuchter geworden ist.  Dafür sind sie schön kühl in den Keller gekommen.  

Der Möhrenertrag insbesondere der Lagermöhren war dieses Jahr sehr gut. So macht sich die reduzierte Anbaufläche (wegen niedrigerer Mitgliederzahl und geplantem Zukauf beim Pappelhof für die letzten Möhren im Winter) in den Erträgen kaum bemerkbar. Das heißt, wir  müssen insgesamt voraussichtlich gar keine Möhren zu kaufen. Auch ist die Möhrenqualität dieses Jahr sehr schön und die A-Sortierung wird deutlich früher bei euch in den Kisten landen, da es davon dieses Jahr deutlich mehr gab.

Auch mit der Kopfkohl und Sellerie Ernte können wir insgesamt sehr zufrieden sein. Es gab nur wenig Ausfall und schöne Köpfe bzw Knollen. Da die Solawi  in Wallernhausen sehr viele Zwiebeln geerntet hat, hat sie uns angefragt, ob wir ihnen im Tausch einige Zwiebeln abnehmen könnten . Wir wollen daher im Januar  einige Sellerie und Pastinaken, von denen wir dieses Jahr recht viele haben,  gegen Zwiebeln eintauschen, die langsam zur Neige gehen.

Bei der  Lager Roten Beete hatten wir allerdings keine gute Ernte. So sind uns hier zwei Aussaaten schon im kleinen Stadium weggefressen worden. Wir  haben zum  letztmöglichen Termin dann ersatzweise noch einen Satz rote Bete gepflanzt.  Zeit und Wetter haben aber nicht mehr ganz gereicht, um die Rote Beete  zu einer ordentlichen Größe heranwachsen  und abreifen zu lassen, was aber für die Lagerfähigkeit entscheidend ist. Die etwas klein geratenen Lager Rote Bete sind daher schon früh in euren Gemüseanteilen gelandet.

Die  von Holger ausgesäte Winterzwischenfrucht (Wicke und Roggen) ist hingegen schön aufgelaufen.  Da wir einige Flächen schon früh räumen konnten,   bedeckt die Winterzwischenfrucht dieses Jahr ein besonders großen Teil des Ackers. Sie schützt den Boden über den Winter und bereitet ihn auf die nächste Saison vor. 

Lauch und Rosenkohl stehen gut da für die Winterernten.  Beim Grünkohl  haben sich die als letztes gepflanzten Sätze nicht ideal entwickelt,  dafür sind die anderen Beete aber schön kräftig. Es ist also alles bereit für das Gemüse im Winter.

Zu guter Letzt noch einen großen Dank an Alle, die die letzte Saison unterstützt und mitgestaltet haben –  auf dem Acker,  in der Organisation, in der Öffentlichkeitsarbeit oder durch das Einbringen anderer Fähigkeiten!  Insbesondere Danke auch an die regelmäßigen HelferInnen auf dem Acker im Pep-Team,  die  auch die Ernten von Rosenkohl, Grünkohl und Lauch im Winter weitermachen,  während ich und Chris im Urlaub sind. 

Guten Rutsch und bis im nächsten Jahr!

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