Ackerbericht März 2020

die ersten neu angelegten Beete

Im März hat sich der Winter zum Frühling gewandelt. Anfang des Monats kam es mir noch komplett abwegig vor ohne dicke Wintermütze und Jacke zu arbeiten, mittlerweile gab es schon einige T-Shirt und Sonnenhut Tage. Der März insgesamt war sehr sonnig.
Anfang des Monats wurde von den Ernte-Paten noch Wintergemüse, wie Porree, Grünkohl und Rosenkohl geerntet. Mittlerweile ist, zumindest vom Kohl, nichts mehr zu sehen auf dem Feld. Es ist Einiges passiert!

Bodenbearbeitung

Im März wird auf unserem Feld der Hauptteil der jährlichen Grundbodenbearbeitung gemacht.
Das ist meist Holgers Arbeitsbereich, der dafür mit verschiedenen Geräten arbeitet, die an den Trecker gehängt werden.
Drei zusammenhängende Stücke (jeweils +/- 10 Beete) für frühe Aussaaten und Pflanzungen wurden zum Teil gegrubbert (Der Boden wird mit Zinken gelockert) und zum Teil gepflügt (der Boden wird durch einen Schar gewendet und gelockert).
Im zweiten Schritt wurden alle Beete gefräßt und zum Teil (mit einer Kreiselegge) geeggt. Das ist eine Bearbeitung, die den Boden fein krümmelt und die deshalb gerade vor der Aussaat für ein gutes, feines Saatbeet genutzt wird.

Hinter dem Traktor ist ein Storch hergelaufen um sich nach oben gepflügte Kleintiere zu schnappen.
Während der Lauchernte sind uns immer viele Regenwürmer begegnet.

Aussaat und Pflanzungen

Leider konnten wir im März unseren Zeitplan bei der Aussaat nicht ganz einhalten. Eigentlich wollten wir direkt in den ersten Märzwochen mit den frühen Aussaaten beginnen.
Das sind zum Beispiel: Radieschen, Spinat, frühe Möhren (für Bundmöhren im Sommer), Mairrüben, dicke Bohnen.
Die ersten Märzwochen waren allerdings so nass, dass wir den Boden nicht bearbeiten und befahren konnten ohne ihm zu schaden (Verdichtung, Verschlämmung) und so mussten wir auch mit der Aussaat warten.
Ich hab mal in einem Buch von Gabriella Pape gelesen, dass für einen Gärtner im Frühjahr die Geduld mit das Wichtigste ist. Zu früh anfangen und damit Schaden im Boden anrichten oder Saaten aussäen, die dann erfrieren – das bringt nichts.
Letzte Woche war es nun so weit, dass alles vorbereitet war und wir säen konnten. Außer den oben genannten Gemüsen haben wir letzte Woche Mangold und rote Beete ausgesät. Außerdem wurden vorgestern unsere Frühkartoffeln gesetzt!
Leider ist die zweite Hälfte des März vom Wetter her gegenteilig verlaufen als die Erste. Also kein Regen. Und jetzt liegt die Saat im recht trockenen Boden, was ihr hoffentlich nicht schadet. Insgesamt heißt das aber, dass wir mit einem besonders frühen Start auch dieses Jahr nicht rechnen können.
Im März kamen außerdem die ersten Jungpflanzen-Lieferungen. Ein Beet ist bereits mit Salatpflanzen, die sich sehr gut machen, bepflanzt. Ein Satz Spitzkohlpflanzen, auf einem weiteren Beet hat in den Nächten der letzten Woche leider ein paar Erfrierungen bekommen. Es kann aber gut sein, dass sich die Pflanzen wieder erholen.
Diesen Samstag soll ein Kräuterbeet bepflanzt werden und auch die ersten Brokkoli und Blumenkohlpflanzen sind angekommen und sollen aufs Feld gepflanzt werden. Gerne könnt ihr ab 10 Uhr mithelfen!

Salat
Spitzkohl
Chris beim Spitzkohl pflanzen

..und sonst so:

auch wenn einiges zu tuen ist, das Säen und das Pflanzen Fahrt auf nimmt gibt es doch einige Arbeiten, die im März fast garnicht anfallen: z.B. jäten/hacken und … ernten. Dadurch bleibt Zeit für andere Projekte.
Vor zwei Wochen hat z.B. endlich der Bauwagen ein bisschen Inneneinrichtung bekommen. Jetzt gibt es Holzleisten, an denen wir Hacken und andere Geräte mit Stiel gut aufhängen und können und ein aus Holzresten, die der Nachbar übrig hatte, selbst gezimmertes Regal.
Mögliche Projekte für die nächste, noch nicht so arbeitsintensive Zeit: den Bauwagen anmalen, den Abholraum gestalten, eine Komposttoilette kaufen oder bauen? Ideen und Vorstellungen gibt’s eigentlich genug 😉

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